es freut uns, dass uns doch einige von euch mit Interesse begleiten. Wir haben euch die letzten Tage leider ein wenig auf die Folter spannen muessen, weil in unserem Guesthouse das Internet entweder besetzt war oder nicht ging, zu einem anderen Internet Cafe sind wir nicht gekommen, weil unsere letzten beiden Tage so ausgefuellt waren.
Am Sonntag sind wir nach 6-stuendiger Fahrt mit dem Bus nach Siem Reap, wo wir von Kimthet (unser Fuehrer fuer die naechsten beiden Tage) und seinem Bruder Kimtheng (unser Tuk-Tuk-Fahrer) abgeholt und nach unserem Wunsch in ein nicht zu luxurioeses Quartier gebracht wurden. Aber es ist sauber, in einer recht ruhigen Gegend und nur ca. 8 Minuten vom Zentrum entfernt (#10 Guesthouse). Eine Bekannte hat Kimthet vor 6 Jahren hier kennengelernt und ist seither immer in Verbindung mit ihm, und als sie hoerte, dass wir hierher fahren, hat sie uns gebeten, Kimthet von ihr etwas mitzubringen. Wir wurden daher von ihm voller Freude in Empfang genommen und begleitet. Gleich am Montag Morgen wurden wir mit dem Tuk-Tuk abgeholt und nach dem Besuch einer kleinen Tempelanlage, fuehrte er uns in eine Community, Trainigscenter fuer sehr arme Kinder, die hier die Moeglichkeit haben zu arbeiten (Lederstanzbilder, Steine meisseln) zu wohnen und in die Schule zu gehen, was sie nach 8 Stunden Arbeit noch gerne tun. Dann ging es weiter (die letzten 8 km auf dem Moped, weil der See zur Zeit sehr wenig Wasser hat und dieser Weg fuer ein Tuk-Tuk zu schlecht ist) nach Kampong Phlug, ein aermliches Fischerdorf, wo alle Huetten auf 8 m hohen Stelzen stehen. Dort stiegen wir in ein Boot und fuhren hinaus auf den Tonle Sap See zu einem schwimmenden Dorf und machten Halt bei einer Familie. Die mitgebrachten Luftballone machen den Kindern viel Freude.
Tags darauf ging es gleich in der Frueh nach Angkor Wat, wo uns Kimthet abseits des Touristenstroms fuehrte, interessante Details erzaehlte und uns zu den besten Fotoplaetzen brachte.
Heute haben wir uns ein Fahrrad gemietet und sind noch einmal eine grosse Runde in Angkor Wat gefahren, wo wir ein ganze Affenkolonie beobachten konnten. Wie immer hatte ich Glueck mit meinem Rad, die Kette ist nur 5 x herausgefallen. Wenn wir nicht den Leatherman mitgehabt haetten, waere es ziemlich bloed gewesen. Die Kette war uebrigens staubtrocken, das hatte den Vorteil, dass man beim wieder Hineinmontieren keine oeligen, sondern nur rostige Finger bekommen hat.
Am Nachmittag, wo ich mir bei einer kurzen Rast einen Maiskolben gekauft habe, ist ploetzlich ein klitzekleiner Junge neben mir gestanden und machte "bitte bitte, ham ham". Und obwohl ich seit dem Fruehstueck noch nichts gegessen habe, hat es mir gleich nicht mehr geschmeckt und habe ihm den Kolben gegeben, auf die selbe Weise ist Andi unsere letzte Wasserration losgeworden.
Gestern und heute haben wir soviel geschwitzt wie sonst nur in der Sauna und das von 6 Uhr frueh bis zum Niederlegen. Andis Hemd ist zum Auswinden.
So, ich denke der Bericht war ausfuerhlich genug, jetzt gehen wir was essen und dann ab in die Heia, denn morgen geht es schon um 5 Uhr frueh weiter nach Stung Treng, in die Naehe der Grenze zu Laos.
Wer die beiden äußerst netten und ehrlichen Lay-Brüder kontaktieren möchte, hier ihre Adressen und Telefonnummern:
Lay Kimthet (Guide in Angkor Wat, Seidenfarm, etc.): artisanangkor@yahoo.com Tel.-Nr. von Kambodscha anrufend: 012 484427
Lay Kimtheng (Tuk-Tuk-Fahrer): Kimtheng168@yahoo.com 012 381328
Auf jeden Fall grüßen lassen von Andreas und Susanne aus Österreich!